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`!Triplex Via`! (wörtl. vom Lateinischen: dreifacher Weg) bezeichnet in der philosophischen Theologie eine traditionelle Lehre über Typen der Rede von Gott: Unterschieden werden Aussagen, welche sich auf Gottes Wirkungen beziehen (per causalitatem); Aussagen, welche von Gott Missverständnisse fernhalten und negieren (per remotionem); Aussagen, welche Fehlverständnisse auf einen höheren als den uns begreiflichen Sinn überschreiten (per eminentiam). Die Lehre hat Ursprünge im `F33f`_`[Mittelplatonismus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mittelplatonismus]`_`f und findet sich bereits bei christlichen Theologen des 2./3. Jh., dann bei `F33f`_`[Pseudo-Dionysius`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pseudo-Dionysius]`_`f und sehr vielen mittelalterlichen Theologen.
Zur Charakterisierung der Anwendbarkeit unserer Begriffe und Worte auf Gott finden drei Typen der Relation klassischerweise Anwendung: Gleichsinnigkeit (univok), verschiedener Sinn (äquivok), ähnlicher Sinn (analog). Ausarbeitungen einer sog. `F33f`_`[Analogielehre`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Analogielehre]`_`f knüpfen an Darlegungen bei `F33f`_`[Aristoteles`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Aristoteles]`_`f und `F33f`_`[Boethius`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Boethius]`_`f an und diskutieren Ähnlichkeiten bezüglich der beobachtbaren Wirkungen, der begrifflichen Verhältnisse („Proportionen“) u. ä. Im Kontext sogenannter apophatischer oder „`F33f`_`[negativer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Negative_Theologie]`_`f“ Theologie wird das menschliche Unvermögen, adäquat Gott zu verstehen oder zu benennen, besonders akzentuiert.
Das `F33f`_`[4. Konzil im Lateran`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Viertes_Laterankonzil]`_`f hat `F33f`_`[1215`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=1215]`_`f formuliert: „Zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf kann man keine so große Ähnlichkeit feststellen, dass zwischen ihnen keine noch größere Unähnlichkeit festzustellen wäre.“`:cite-ref-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-1]`_`f] Diese Formel ist nach wie vor für die katholische Theologie leitend.
>>Einzelnachweise
`:cite-note-1`!1.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-1]`_`f `F33f`_`[Heinrich Denzinger`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Heinrich_Denzinger]`_`f: „Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen“. Verbessert, erweitert, ins Deutsche übertragen und unter Mitarbeit von Helmut Hoping herausgegeben von Peter Hünermann. Freiburg 37. Auflage 1991, Nr. 806.
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